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"Wie kommt man eigentlich auf die Idee Hochzeitsrednerin zu werden?"


Diese Frage stellen mir fast alle Brautpaare, die ich kennenlernen darf. Ein besonderer Job braucht natürlich eine besondere Geschichte...und die will ich Euch nicht vorenthalten.

Im August 2009 habe ich die erste freie Trauung erlebt – damals als Trauzeugin der Braut. Zugegebenermaßen war ich sehr skeptisch, als ich hörte, dass die Hochzeit nicht in der Kirche stattfinden würde. Aber die Entscheidung des Brautpaares war goldrichtig. Die Zeremonie war so viel schöner und persönlicher als jede andere Trauung, die ich bis dahin erlebt hatte. Die Zeremonie war eben individuell auf Braut und Bräutigam zugeschnitten.

Seit diesem Tag war ich einfach begeistert von der Idee und dem Konzept einer freien Trauung. Zum Glück durfte ich in den letzten Jahren noch weitere freie Trauungen in meinem Freundeskreis erleben. Das ein oder andere Brautpaar hat mich als Freundin sogar gefragt, ob ich während der Zeremonie etwas vortragen möchte. Manche Menschen empfinden das Schreiben und insbesondere das Vorsprechen eines individuellen Textes als belastende Aufgabe. Für mich war es schon immer ein Privileg. Natürlich war ich jedes Mal sehr aufgeregt. Wenn ich den Text geschrieben habe, überrollte mich eine positive Nervosität. Ob meine Art und Weise zu schreiben dem Brautpaar wirklich gefallen wird? Werden meine Zeilen ihre Erwartungen treffen? Passt der Inhalt zur Zeremonie? Wie werden die Gäste reagieren? Viele Fragen, die bis zum großen Tag offen blieben...

Wenn man nicht damit rechnet, kommen einem die besten Ideen

Dieses Privileg hat jedoch nie dazu geführt, dass ich mehr sein wollte als die Freundin, die etwas vorträgt. Das sollte sich erst im Jahr 2016 ändern. Eine freie Trauung Ende April sollte mir den entscheidenden Impuls geben. Aber es war nicht irgendeine Hochzeit, sondern eine meiner liebsten Freundinnen und ihr Verlobter haben sich das JA-Wort gegeben.

Der Onkel meiner Freundin war als Redner engagiert. Im Vorfeld wurden Ablauf und Inhalt der Trauung geplant. Engste Freunde, darunter auch ich, wurden gebeten mitzuwirken. Wir durften unsere Glückwünsche an das Brautpaar richten und waren damit Teil der Zeremonie.

Am 30. April 2016 saß ich nun ganz vorne mitten unter den Trauzeugen und engsten Freunden. Dem Brautpaar ganz nahe hatte ich den perfekten Blick auf ihre Gesichter, ein sehr besonderes Gefühl. Auch die Gäste konnte ich direkt anschauen, konnte die Emotionen ablesen, die durch die Worte des Redners ausgelöst wurden. Als sich das Brautpaar ihr individuelles Eheversprechen gab, war die Liebe ganz deutlich spürbar. Alles war so vertraut, so intim.

Die glücklichen Gesichter, die emotionale Atmosphäre, die Nähe zum Brautpaar, das Gefühl beim Vortragen meiner Zeilen an das Brautpaar...all das pflanzte irgendwann – den genauen Zeitpunkt kann ich gar nicht mehr sagen – den Gedanken bei mir ein, dass Hochzeitsredner doch wirklich eine wundervolle Aufgabe haben.

Plötzlich wollte ich nicht mehr „nur“ einen Beitrag leisten, sondern das Brautpaar auf dem Weg zu ihrem schönsten Tag im Leben begleiten und die Zeremonie mit ihnen gemeinsam gestalten...

Der Samen für die Idee als freie Rednerin zu arbeiten, war also gesät.

In den folgenden Tagen reifte dieser zarte Samen schnell zu einem ausgewachsenen Plan.

Meine Gedanken waren von der Aussicht als Rednerin mein Bestes zu geben regelrecht beflügelt. Natürlich konnte ich meine Idee nicht gleich in die Tat umsetzen.

Leider...denn normalerweise bin ich ein großer Fan von einer zeitnahen Umsetzung. Wenn mich etwas richtig begeistert, möchte ich am liebsten sofort damit starten. Aber wer will schon diesen einen Tag, auf den die Brautpaare so lange hin fiebern durch unprofessionelles Vorgehen „versauen“? Ich jedenfalls nicht. Also musste ich mich in Geduld üben...

Die Geduld hat sich ausgezahlt

Nach viel Recherche, Coaching in verschiedenen Bereichen, zahlreichen Gesprächen mit Paaren und in der Hochzeitsbranche tätigen Personen war ich dann (endlich) nach monatelanger Vorbereitung so weit. Seither arbeite ich mit unterschiedlichen Menschen, erfahre jede Menge Kennenlerngeschichten (ich liebe es!) und erlebe hautnah die Emotionen der Brautpaare.

Das ich mit Worten ihren Gefühlen Ausdruck verleihen darf und damit auch den Gästen die Gefühle des Paares spürbar machen darf, macht mich immer wieder glücklich.

Heute kann ich ganz bestimmt sagen, dass es keine fixe Idee war als freie Rednerin zu arbeiten, die morgen wieder vergessen ist.

Nein – das ist mein absoluter Herzensjob. Rückblickend stelle ich mir immer die Frage - warum bin ich nicht schon früher auf diese Idee gekommen? Da ich aber Optimistin bin, denke ich dann immer ganz schnell –ein Glück, dass ich überhaupt darauf gekommen bin :)

Wer das liest und selbst freie Rednerin/ freier Redner werden möchte...inzwischen biete ich Ausbildungen dazu an. Das Angebot findest Du unter www.rednerwerkstatt.at

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für Eure freie Feier. Emotionen sprechen lassen.

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